100 Sekunden Orgelwissen

  • 100'' Orgelwissen von Jost Kirchgraber, vorgetragen am 08.11.2019 im Ackerhus Ebnat-Kappel

    Die Sammlung der Toggenburger Lieder gehört mit zu den bedeutenden Leistungen von Albert Edelmann.

    De Edelma hät 1906 als 20Jöhrige sini Schtell a de Gsamtschuel im Dicke obe aaträte.

    Schuelgeh hät er vo allem Anfang aa verschtande nöd bloss als Vermittle vo Kompezenze, wie da hüt Mode isch, sondern als Uftrag, bi de Chind de Sinn z’wecke för di eige Wält ond di iiheimisch Kultur und ihri Tradition.

    Er hät schnell gemerkt, villicht au scho gwüsst oder mindeschtens gschpürt, dass es nebet de grosse und akademisch bestimmte, eigetlich elitäre Kunscht und Musig au en eifacher gschtrickti Kultur ggeh hät, grad im Toggeburg, e Kultur, wo tüüf und unmittelbar mit em Läbe vo de Lüt verwachse gsi isch. Nöd höchgschtoche im Aaschpruch, deför ächt und warmherzig. Zom Bischpil ebe Lieder.

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  • 100'' Orgelwissen von Matthias Hugentobler, vorgetragen am 9. März 2018 in der Webstube Bühl zu Nesslau

    ... oder vielleicht eher 100 Sekunden Gedanken, welche einem bergsteigenden Orgelbauer durch den Kopf gehen – sei es in der eher freizeitbezogenen, alpinen Umgebung, wie aber auch im Würgegriff des beruflichen Alltags – dann einfach im sakralen und orgelbauerischen Umfeld.

    Dabei stosse ich, wie so oft auch in den verschiedensten Gegebenheiten des Lebens, immer wieder auf Parallelen und Verbindungen.
    Es ist durchaus amüsant zu beobachten, welche Wörter sich in der lieben Welt mit dem Wort Orgel verbinden und damit die Orgel zuweilen recht weit von ihrem eigentlichen Wesen wegführen.

    Welche Kriterien sind es, welche unsere Assoziationen mit dem Instrument Orgel in Verbindung bringen?
    Möglicherweise ist es die Reihung ähnlicher Elemente nach einem gewissen Ordnumgsprinzip.

    Eben – ähnlich der Pfeifenreihen eines Orgelprospektes, oder eines Registers auf dem Pfeifenstock.
    Und solche Gebilde und Formationen finden sich an vielen Orten in der Natur.

    So auch in, und eben auch unter den Bergen.

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  • 66" Orgelwissen: Sexta – Sesquialtera

    Ein organologisch komplexer Sachverhalt droht sich hinter diesen Termini zu verstecken, liegen doch assoziative Abwege, wie Verflixtera oder unterschwellig angedeutete Geschlechtlichkeit und schamhaft angedeutete Erotik sündhaft duftend in der Luft. Farbigkeit und Emotionalität werden mit besagter Begrifflichkeit in verschlüsselter Geheimniskrämerei an rätselnde Spieltischbetrachter impliziert; Sesquialtera – ein Wort mit sieben Siegeln, ein Ansporn für klangliche und andere Fantasien. Denn, und so viel sei vorweg genommen: Die Herkunft der Bezeichnung Sesquialtera für ein zweifaches Orgelregister, bestehend, und auf den Grundton bezogen, aus einer Quinten- und einer Terzenreihe, ist von der Musikwissenschaft bis heute nicht schlüssig geklärt, was den Weg für spekulative Deutungen umso mehr freilegt und legitimiert.

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  • 100'' Orgelwissen zum Thema zööke von Martin Arnet

    zige – zigge – zicke – zeeke – zecku – zigle – ziggle - zegle – zeggle – ziggele – zeggele – zickle – zöikle – zeukle – zäikle – zeckle – zeukle – zeuggle – zoigle – zoiggle – zöögle – zööchle - zeeckerle - zööche – zööke - zöökle

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  • 100'' Orgelwissen zum Wind

    Über das Jahr 67 n. Chr. schrieb Sueton: „...transactaque raptimconsultatione, reliquam diei partem per organa hydraulica novi etignoti generis circumduxit..." Kaiser Nero hielt in aller Hast eine Beratung ab und verbrachte den Rest des Tages mit dem Studium einer hydraulischen Orgel von neuer und unbekannter Konstruktion. Erversicherte, dass er das alles im Theater vorführen wolle!

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  • 111" Hausorgel-Wissen (222 Worte) zum 26. Februar 2010

    Über das Jahr 67 n. Chr. schrieb Sueton: „...transactaque raptimconsultatione, reliquam diei partem per organa hydraulica novi etignoti generis circumduxit..." Kaiser Nero hielt in aller Hast eine Beratung ab und verbrachte den Rest des Tages mit dem Studium einer hydraulischen Orgel von neuer und unbekannter Konstruktion. Erversicherte, dass er das alles im Theater vorführen wolle!

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  • Auftritt des Sankt Niklaus in der Orgelstube auf dem Nesslauer Bühl

    Ihr lieben kleinen und grossen Leute, welch wunderbare Musik hat mich andiesen gemütlichen Ort der Muse gelockt; ich konnte beim Vorbeigehendem Gwunder nicht widerstehen und besuche euch nun halt schon am 5.Dezember, denn ein Chlaus hat in diesen Tagen ja sooo viel zu tun. ImWald, da gibt es nicht nur Ruten zu binden, Chlaussäcke zu packen und den Esel zu füttern – im Winter muss auch Holz geschlagen werden; nicht nur für die Toggenburger Kachelöfen und Herde, nein auch für die Zimmerleute, Schreiner und Instrumentenbauer.

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  • Ein Grund, warum die Orgel in die toggenburgischen Firstkammern kam

    Als Bräker ein kleiner Bub war, musste er jeweils in die Scheftenau hinunter, an der Hand seiner Grossmutter, mit in die Predigt. Dort gab es einen Mann, der vor allem weibliche Herzen ansprach, an sich zog, in Bann schlug und erbaute.

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  • 111" Hausorgel-Wissen (222 Worte) zum 1. Mai 2009

    Das Wort Orgel leitet sich ab vom griechischen organon (?ργανον órganon) und bedeutet Werkzeug. Ins lateinische abgeleitet heisst es auch ORGANUM. Werkzeug oder Hilfsmittel heisst lateinisch aber auch INSTRUMENTUM. Daraus erklärt sich die Formel: "Weles Instrument spielsch?", womit ein Musikinstrument gemeint ist. Wenden wir uns jetzt hin zu einem wichtigen Teil dieses Instrumentes: zu den Tasten.

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